Die Pfeifsprache von La Gomera

Viele Jahrhunderte bevor das Telefon erfunden wurde, waren die Bewohner der zu den Kanarischen Inseln gehörenden Insel La Gomera in der Lage, von den einzelnen Gipfeln über tiefe Schluchten und breite Täler hinweg miteinander zu kommunizieren.

Wie sie das machten? Anhand einer eigenartigen Pfeifsprache, dem „Silbo Gomero“, durch den die Landwirte über riesige Entfernungen hinweg durch laute Pfiffe miteinander in Kontakt blieben. Heute wird diese einzigartige Sprache, die Ende des 20. Jahrhunderts beinahe ausgestorben wäre, wieder gepflegt und ist höchst lebendig. Für die Gäste im Parador La Gomera besteht die Möglichkeit, sie anzuhören.

Parador de La Gomera

Eine beinahe verlorene Sprache

Der von den ursprünglichen Inselbewohnern, den Guanches, erfundene Silbo wurde den spanischen Siedlern von den noch lebenden Guanches im Laufe des 16. Jahrhunderts beigebracht. Die in das Hochspanisch übertragene Pfeifsprache verbreitete sich dann schrittweise auch auf den Nachbarinseln, auf denen sie von den Schäfern zur Kommunikation über die unglaublich abwechslungsreiche kanarische Landschaft benutzt wurde.

Mit der Einführung moderner Kommunikationsmittel setzte das Aussterben dieser einzigartigen Sprache ein und im ausklingenden 20. Jahrhundert war sie nur noch wenigen Menschen bekannt.

Durch die gemeinsame Anstrengung der Inselbehörden konnte dieser Vorgang glücklicherweise nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden, vor allem anhand von Gesetzen, durch die die Einführung des Silbo als Pflichtfach in den Schulen La Gomeras durchgesetzt werden konnte. 1999 unternahm die Regierung der Inselgruppe noch einen weiteren Schritt durch die offizielle Anerkennung der Pfeifsprache Gomeras als Teil des kulturellen Erbes. Später wurde der Silbo von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Kulturerbes deklariert.

Der Parador La Gomera

Bei einem Aufenthalt auf La Gomera sollten Sie unbedingt einmal in den Genuss des Silbos kommen. Er ist oft in den dichten Inselwäldern und an den Hängen der Vulkane zu hören. Sie werden die faszinierende Abfolge der Laute bemerken, die dem untrainierten Gehör als einfaches Pfeifen erscheinen, tatsächlich aber Worte einer fließend gesprochenen Sprache sind.

Am besten trifft man auf den Silbo, einer der interessantesten Sprachen Spaniens, während eines Aufenthalts im Parador de La Gomera, einem komfortablen Luxushotel, dessen Ausstattung im traditionellen Stil der kanarischen Inseln gehalten ist. Der Parador bietet atemberaubende Ausblicke auf den Strand, die Hafeneinfahrt des Port San Sebastián und sogar auf den höchsten Berg Teneriffas, den Teide, dem drittgrößten Vulkan der Welt.

Vom gemütlichen Hotel aus besteht ein guter Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten La Gomeras, beispielsweise zum Nationalpark Garajonay, einem UNESCO Weltkulturerbe, zu dem ein subtropischer Wald, massive Vulkanfelsen und eine große Vielfalt heimischer Tiere und Pflanzen gehören. Im Anschluss geht es am besten zurück in das Restaurant des Paradores, in dem eine schöne Speisenfolge aus der kanarischen Küche angeboten wird, beispielsweise Kartoffeln mit der traditionellen kanarischen Mojo-Sauce mit einem Hauch Knoblauch Kümmel, Paprika, Öl und Essig, gegrillte Sardinen, gekochte Seebrasse, Baifo, ein zarter marinierter Ziegenbraten mit vielen frischen Kräutern und Gewürzen und Guarapo, der köstliche Palmsirup, der für Cocktails und Desserts verwendet wird.

Guarapomousse  im Parador La Gomera

Möchten Sie die Pfeifsprache Gomeras selbst hören? Setzen Sie sich noch heute mit Paradores in Verbindung.