Die Route auf den Wegen durch die Ribeira Sacra

Spektakuläre Landschaften mit felsigen Schluchten und heroischem Weinbau entlang des Südufers des Sil bis zu den Auen des Miño.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Die Reise beginnt in der Gegend um Orense, in der Region Verín. Der Parador Castillo de Monterrei befindet sich in der größten Akropolis Galiciens. Eine imposante mittelalterliche Festungsanlage, bestehend aus der Burg, dem Grafenpalast, dem Pfarrhaus, der Kirche Santa María und dem Wachturm, der die Hauptattraktion des Ortes darstellt. An diesem Reiseziel besteht die Möglichkeit, die Weinkellerei von Monterrei zu besuchen und an einer Verkostung teilzunehmen, die warmen Thermalquellen in Verín, Chaves und Vidago zu genießen und einen Ausflug in den Naturpark Invernadeiro zu unternehmen. Wir empfehlen, unbedingt die typischen Gerichte der Gegend und den authentischen Geschmack der einheimischen Erzeugnisse zu probieren, vor allem die galicische Empanada, den Pulpo „á feira“, den Seehecht auf galicische Art, Lacón con grelos und Paprikawurst sowie die typischen Filloas und Cañas aus dem Dorf - als süße Note zum Abschluss.
Tag 2
Montag.
In der Region Lugo erwartet den Reisenden das historische Monforte de Lemos. Die Ortschaft ist die Hauptstadt der Ribera Sacra und besitzt ein reiches Kulturerbe. Besondere Sehenswürdigkeiten sind das Benediktinerkloster San Vicente, der Pazo Condal, die Puente Viejo und die Klöster Santa Clara und San Jacinto. Es lohnt sich, den nahe gelegenen Pazo de Tor zu besuchen und einige Zeugnisse der ländlichen Romanik, darunter die Kirchen in Rivasaltas und in Valverde zu besichtigen. Monforte ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für einen Ausflug in die Ribeira Sacra, um ihre landschaftliche Pracht zu erleben. Spektakuläre Klippen und üppige Vegetation laden zur Entdeckung ebenso ein wie die zahlreichen Klöster, die im Mittelalter hier ihren Zufluchtsort fanden und der Region den Namen Ribeira Sacra verliehen. Sie befinden sich in einer der besten galicischen Regionen mit einem umfangreichen kulinarischen Angebot. In den vielen Kneipen und Restaurants werden Tapas angeboten, die mit den Weinen des „heroischen Weinbaus“ harmonieren, wie es anders nicht sein könnte. Wir empfehlen einen Besuch im Informationszentrum für den Wein der Ribeira Sacra.
Tage 3 und 4
Dienstag und Mittwoch.
Im Herzen der Ribeira Sacra erwartet Sie der Parador de Santo Estevo, ein spektakuläres Benediktinerkloster, das Ihnen alle Möglichkeiten für die Entspannung und Erholung in einer unbeschreiblich schönen Landschaften wie den Schluchten des Sil und des Miño bietet. Sie werden von seinen, in beinahe vertikalen Terrassen angeordneten Weinbergen überrascht sein, die der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Für das Erkunden der Schluchten haben Sie mehrere Möglichkeiten: entweder aus den Tiefen des Canyons bei einer Fahrt mit einem Katamaran auf dem Wasser, aus der Vogelperspektive im Heißluftballon oder beim Genuss der Panoramen, die die Route der Aussichtspunkte bietet. Neben dem Besuch einiger Weingüter sowie Weinproben und Informationsveranstaltungen ist die Route der Romanik sehr zu empfehlen. Sie führt zu Kirchen und Klöstern aus dem späten 12. und 13. Jahrhundert, die sich inmitten von zauberhaften Eichen- und Kastanienwäldern befinden.
Tag 5
Donnerstag.
Auf dem Weg zur Atlantikküste erwartet uns Baiona. Die Stadt wurde bereits von den Römern gegründet. 1493 erreichte die Karavelle Pinta den Hafen und damit den ersten Ort in Europa, der von der Entdeckung Amerikas erfuhr. Das Ereignis war damals Anlass zu einer großen Feierlichkeit, die auch heute noch jedes Jahr Anfang März stattfindet. In diesem schönen Küstenort südlich der Rías Baixas gibt es viel zu besichtigen, beispielsweise die Kirche Santa María, die prächtige Festung Monterreal, in der sich der Parador befindet, das Wegekreuz der Dreifaltigkeit, eine herrliche Altstadt, ihre Pazos und Wappenhäuser sowie die Strandpromenade mit ihrem bedeutenden Jachthafen. Auch die Umgebung der Stadt bietet viele schöne Plätzen, an denen sich traumhafte Sonnenuntergänge bieten, darunter der Monte de A Groba, von dem aus die Rías Baixas wie ein schlichtes und farbenfrohes Aquarell aussehen, das Kap von Sillero und die nahe gelegenen Inselgruppe der Cíes, die zu einem Besuch der Klippen, Strände und Dünen, ihrer Tauchgründe und der unberührten Wege einladen. Vorausgesetzt, Sie sind während der ganzen Reise nicht dem Charme von Krustentieren, Muscheln und Kopffüßlern erlegen, ist es an der Zeit, sich mit einem guten Meeresfrüchtemenü in Verbindung mit einem der besten Weißen der Welt zu verwöhnen. Wenn Sie in den Sommernächten eine besondere Atmosphäre suchen, ist dies ein ideales Reiseziel. Hier können Sie die Strandterrassen und viele beliebte Nachtlokale besuchen.
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Der Ausflug endet in der Grenzstadt Tui. Hier ist der Miño der Mittelpunkt der grünen Landschaft. Sobald man eine Brücke überquert, befindet man sich in Portugal. Die Stadt ist eine wahre Entdeckung. In Tui steht die einzige Kathedrale in der Provinz Pontevedra, auf die Sie bei einem Spaziergang durch die bezaubernde Altstadt stoßen. Die Sommernächte auf Terrassen und Plätzen laden zum Beisammensein und zu einem ganz besondere Erlebnis ein. Nur fünf Kilometer von Tui entfernt liegt der Naturpark Monte Aloia und im Umkreis von höchstens vierzig Minuten bietet die Region O Baixo Miño wunderschöne Plätze, wie das Fischerdorf A Guarda mit seinen farbenfrohen Häusern, seiner indianischen Architektur und seiner exquisiten Gastronomie. Von A Guarda aus, das am Meer liegt, bietet sich ein Blick auf die Flussmündung des Miño. Auf dem Berg Santa Tecla mit seinem außergewöhnlichen Panoramablick vom Aussichtspunkt aus befindet sich die wichtigste romanisierte Festung Galiciens 5. Jh. v. Chr.). Überall auf dem Berg sind Petroglyphen und Felsritzungen zu finden. Auf dem Gipfel steht das Archäologische Museum. Ebenso wird Ihnen Oia gefallen, wo die Wellen des Meeres an das beeindruckende Zisterzienserkloster Santa Maria branden. Eine weitere Ortschaft, die einzigartige Schätze birgt, ist O Rosal mit seinen 60 Wasserfallmühlen, die entlang des Berges stehen. Am Ende der Reise wäre es unverzeihlich, nicht mit einem guten Albariño der DO Rías Baixas mit dem Besten aus der galicischen Gastronomie anzustoßen.