Die Route der Almoraviden und Almohaden

Entdecken Sie die arabischen Spuren der Besetzung des alten Al-Andalus durch die Maghreb-Dynastien von den Landstrichen um Cádiz bis zur Küste Málagas.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Im Anschluss an die beiden Maghreb-Dynastien, die fast zwei Jahrhunderte lang die Südhälfte der Iberischen Halbinsel beherrschten, beginnt die Route in Arcos de la Frontera, einer malerischen Stadt in Cádiz, die auf einem spektakulären Felsvorsprung voller kleiner, an das arabische Erbe erinnernde Plätze liegt. Türme, Kirchen und herrliche Aussichtspunkte mit Blick auf den Guadalete-Fluss sind nur einige der unzähligen Reize dieser Stadt, die eingebettet in die Route der Weißen Dörfer und in der Nähe des Naturparks Los Alcornocales liegt. Arcos de la Frontera mit seinen kleinen weißen Häusern, die wie Puzzleteile auf dem Gipfel und am Hang eines rötlichen Felsens liegen, ist die Pforte zur Route der Weißen Dörfer, kleine Ortschaften in Cádiz und Málaga, die die Berge mit ihren malerischen weißen Häusern säumen. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für die Route der Weine - hier besteht die Möglichkeit, verschiedene Weingüter und Weinhänge zu besuchen und an Verkostungen teilzunehmen - für die Route der Stiere zu Viehzuchtbetrieben, in denen wilde Stiere gezüchtet werden oder in den Naturpark Los Alcornocales. Sollten Sie sich für Abenteuersportarten begeistern, besteht in der Umgebung der Gemeinde die Möglichkeit, Höhlenerkundungen, Wandern, Canyoning, Freiflug, Paragliding oder Radtouren zu unternehmen. Auch ein Besuch des Arcos-Sees, an dem Kanus und Segelboote mit den zum Überwintern kommenden Vögeln zusammenleben, ist eine großartige Alternative. Wenn Sie gerne gut essen, wäre es eine Sünde, den geschmorten Stierschwanz auf die Art von Jerez im Parador nicht zu probieren.
Tage 2 und 3
Montag und Dienstag.
Hinter der Provinzgrenze geht es ins Landesinnere von Málaga. Dort erwartet den Besucher das romantische Ronda, die Wiege der Stierkampf-Dynastien und Banditen. Es ist eine Stadt von immenser Schönheit. In jeder ihrer Straßen spürt man das arabische Vermächtnis, denn Izn-Rand Onda, was „Stadt der Burg“ bedeutet, war eine der Hauptstädte des muslimischen Spaniens und hinterließ Bauwerke wie die Arabischen Bäder, die Alte Brücke, das Haus des Riesen und das Haus von Mondragón. Aber es gibt auch eine Ronda mit Plätzen wie der Real Maestranza, der Stierkampfarena, eine der ältesten und monumentalsten Spaniens, in der jährlich der Goyaeskische-Stierkampf stattfindet. Ferner gibt es die imposante, in einer eindrucksvollen Umgebung errichtete Neue Brücke, die über eine 120 Meter tiefe Schlucht führt und neben der sich der Parador befindet und einen einzigartigen Blick auf den Tajo bietet. Die Natur um Ronda ist nicht weniger schön als die Stadt, denn dort befinden sich die Naturparks Sierra de la Grazalema, Sierra de las Nieves und Los Alcornocales. Außerdem verdient auch Reservatauro, ein Themenpark der mediterranen Weiden, des Kampfstiers und des spanischen Vollblutpferdes, das weltweit einzigartig ist, einen Platz auf der Tagesordnung. Dort erfahren Sie, wie das Olivenöl in einer traditionellen Ölmühle gewonnen wird oder können einige der mehr als 20 Weingüter mit der D.O. Sierras de Málaga/Serranía de Ronda besuchen.
Tage 4 und 5
Mittwoch und Donnerstag.
Auf dem Weg zur Küste legen wir in Antequera einen Halt ein. Aufgrund seiner günstigen geographischen Lage zogen verschiedene Zivilisationen durch Antequera und hinterließen ein interessantes kulturelles Erbe. Eines der wichtigsten Zeugnisse ist die Dolmenanlage Menga, de Viera y el Romeral aus der Bronzezeit. Ein Rundgang durch die Altstadt Antequeras kommt einer Reise in die Vergangenheit gleich. Besonders interessant ist der Besuch der Kirchen San Juan Bautista und San Sebastián sowie der Alcazaba. Bemerkenswert sind auch der kleine Tempel des Schlosses Papabellotas und die Herrenhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie alle zeichnen sich durch den beeindruckenden spanischen Barockstil aus. In der Stadtmitte Antequeras lässt sich die Königliche Stiftskirche San Sebastian aus dem 16. Jahrhundert besichtigen. Besichtigen Sie unbedingt das Kloster Encarnación und anschließend die Plaza del Coso Viejo, eine schöne Stierkampfarena in der Nähe des Klosters. Für eine Stärkung auf dieser Reise empfehlen wir Ihnen, eine der lokalen Spezialitäten zu probieren, die Porra antequerana, eine kalte, dicke Tomatencremesuppe, ein Verwandter des Gazpacho. Gut 30 Kilometer nördlich der Provinz, im Naturpark Los Ardales, befindet sich der spektakuläre Wanderweg Caminito del Rey, ein Kletterweg, der früher als einer der gefährlichsten Steige weltweit bekannt war, heute aber absolut gefahrlos begehbar ist. Achten Sie auf den herrlichen Blick auf die Schlucht von El Chorro, in der der Guadalhorce-Fluss in mehr als 100 Metern Höhe fließt. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt, nur eine halbe Stunde entfernt, ist die einzigartige Karstlandschaft von El Torcal mit ihren erstaunlichen Felsformationen, Abgründen und Höhlen.
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Bereits an der Küste, erwartet das einst arabische Málaga den Besucher. Die Alcazaba ist ein schönes Beispiel für das arabische Vermächtnis. Im ehemaligen Sitz der Nasriden-Könige ist heute die Zentrale des Archäologischen Provinzmuseums untergebracht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, das Kathedralenmuseum und die Wallfahrtskirche der Virgen de la Victoria. Interessant ist auch der Besuch im Museum der Schönen Künste und im kürzlich eröffneten Picasso-Museum. Der Aufenthalt im Parador sollte unbedingt genutzt werden, um auf dem berühmten Golfplatz zu spielen und den herrlichen Strand mit weichem, weißem Sand, zu dem ein direkter Zugang besteht, zu genießen. Ein optimaler Ort, um Sport, die Sonne und das Nachtleben der Küstenstädte zu genießen. Nur wenige Genüsse gleichen den exquisiten Spießen mit gegrilltem Fisch.