Die Route der galicischen Weine

Para #winelovers.  Entdecken Sie die wichtigsten Herkunftsbezeichnungen der galicischen Weine: Monterrei, Rías Baixas, Ribeira Sacra, Valdeorras, u. a.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Dieses weintouristische Erlebnis beginnt in der Region Léon, in Puebla de Sanabria, Ausgangspunkt zum Kennenlernen einer der fünf galicischen Herkunftsbezeichnungen - die im äußersten Osten der Provinz Orense, bis zur Grenze von Léon gelegene DO Valdeorras, die 1945 als solche anerkannt wurde. Das traditionsreiche Weinanbaugebiet römischen Ursprungs bringt vor allem die weiße Sorte Godello und unter den roten Trauben die Sorte Mencia hervor. Viele der Weingüter stellen auch heute noch Wein in unterirdischen, zur Aufrechterhaltung der Temperatur ausgehobenen Höhlen her. Puebla de Sanabria übt mit seiner Landschaft und im Besonderen mit dem Naturpark Lago de Sanabria eine unbestrittene Anziehungskraft aus. Der größte natürliche See auf der iberischen Halbinsel. Unter den kunsthistorischen Gebäuden sind die imposante Burg (15. Jh.) des Grafen von Benavente, die Kirche Santa María del Azogue (12. Jh., romanisch, aber mit bedeutenden Umbauten im 16., 17. und 18. Jh.), die Einsiedelei San Cayetano (17. Jh., Barock) und das Rathaus (16. Jh., im elisabethanischen Stil) erwähnenswert. Die Altstadt wurde aufgrund aller dieser Sehenswürdigkeiten zur historisch-künstlerischen Anlage erklärt. Viele der Weingüter stellen auch heute noch Wein in unterirdischen, zur Aufrechterhaltung der Temperatur ausgehobenen Höhlen her. Im Jahr 1945 wurde de Region als Herkunftsbezeichnung (DO) Valdeorras anerkannt. Wenn Sie den Produktionsprozess dieser Weine hautnah miterleben möchten, können Sie eine Führung durch insgesamt zehn Weingüter beantragen. Weitere Informationen unter http://www.dovaldeorras.tv/
Tag 2
Montag.
Ohne die Umgebung um Orense zu verlassen, wechseln wir in ein anderes Gebiet. Die D.O. Monterrei erstreckt sich entlang der vom Fluss Tamega und seinen Nebenflüssen bewässerten Berghänge und Täler auf einer Gesamtfläche von beinahe 3000 Hektarn. Die Ausbreitung der Ordensgemeinschaften zu Beginn des Mittelalters brachte auch eine Erweiterung der Rebflächen - vor allem im Umkreis der Klöster - mit sich. Die Traubensorten in der Gegend von Monterrei besitzen eine bedeutende Originalität. In der Nähe des Paradors findet der Gast die Bodegas Gargalo, deren Besitzer der galicische Designer Roberto Verino ist. Das historische Vermächtnis in der Region ist sehr vielfältig und reicht von der megalithischen, der castreñischen und der römischen Kultur - wie die Zugehörigkeit zum Silberweg - bis in jüngere Zeiten. Gleichwohl sind die Schlösser ihre charakteristischste Referenz. Ein weiterer Reichtum der Region besteht in den mineralisch-medizinischen Quellen, die überall zu finden sind. Die Weinstraße von Monterrei bietet Ihnen die Möglichkeit, bis zu 11 verschiedene Weingüter zu besuchen, die sich über das gesamte Gebiet verstreut sind. Dort erhalten Sie direkt von den Erzeugern Einblick in die Weinherstellung. Weitere Informationen unterwww.domonterrei.com
Tag 3
Dienstag.
Von Verín aus geht es in Richtung Norden zur Ribeira Sacra. Im Jahr 1993 wurde die Anerkennung der Viños da Terra erteilt, aber der endgültige und schrittweise Durchbruch gelang erst 1996 mit der endgültigen Genehmigung der Appellation. Die D.O. Valdeorras liegt ebenfalls in der Nähe. Die Weinbautradition reicht bis in die Römerzeit zurück und derzeit sind mehr als achtzig Kellereien unter dieser Qualifizierung registriert. Sie umfasst die weißen Rebsorten Godello, Doña Blanca, Palomino Fino, Bafo Miudo Muskateller und die Rotweinsorten Mencía, Merenzao, Negreda, Grao Negro, Garnacha Tintorera, Arbarello, Tempranillo und Tintilla. www.ribeirasacra.org. Die Hauptstadt ist Monforte de Lemos, eine der besten galicischen Regionen, was die Gastronomie betrifft. Sie bietet viele Kneipen und Tapas-Restaurants. Diese harmonieren natürlich besonders gut mit den Weinen aus dem "heroischen Weinbau". Sie sollten unbedingt, den sündhaft guten Pulpo a feria probieren. Wir empfehlen einen Besuch im Informationszentrum für den Wein der Ribeira Sacra.
Tag 4
Mittwoch.
Im Herzen der Ribeira Sacra erwartet Sie der Parador de Santo Estevo, ein spektakuläres Benediktinerkloster, das Ihnen alle Möglichkeiten für die Entspannung und Erholung in einer unbeschreiblich schönen Landschaften wie den Schluchten des Sil und des Miño bietet. Sie werden von seinen, in beinahe vertikalen Terrassen angeordneten Weinbergen überrascht sein, die der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Für das Erkunden der Schluchten haben Sie mehrere Möglichkeiten: entweder aus den Tiefen des Canyons bei einer Fahrt mit einem Katamaran auf dem Wasser, aus der Vogelperspektive im Heißluftballon oder beim Genuss der Panoramen, die die Route der Aussichtspunkte bietet. Neben dem Besuch einiger Weingüter sowie Weinproben und Informationsveranstaltungen ist die Route der Romanik sehr zu empfehlen. Sie führt zu Kirchen und Klöstern aus dem späten 12. und 13. Jahrhundert, die sich inmitten von zauberhaften Eichen- und Kastanienwäldern befinden.
Tag 5
Donnerstag.
Wir wechseln nun in die Gegend, in der der vielleicht prestigeträchtigste galicische Wein gekeltert wird, der im Volksmund als Albariño aufgrund der vorherrschenden Weißweinsorte bekannt ist. Die DO Rías Baixas wurde 1988 anerkannt. Das gesamte Weinbaugebiet nimmt eine Fläche von rund 2.700 Hektar ein, auf denen sich 180 Weingüter befinden. An der Grenze Galiciens zu Portugal und am Fluss Miño, dem Hauptakteur in dieser grünen Landschaft, ist ein Besuch in Tui eine echte Entdeckung. In Tui steht die einzige Kathedrale in der Provinz Pontevedra, auf die Sie bei einem Spaziergang durch die bezaubernde Altstadt stoßen. Die Sommernächte auf Terrassen und Plätzen laden zum Beisammensein und zu einem ganz besondere Erlebnis ein. Die Teilregion O Rosal erstreckt sich am rechten Ufer des Miño-Flusses. Von A Guarda aus, das am Meer liegt, bietet sich ein Blick auf die Flussmündung des Miño. Auf dem Berg Santa Tecla mit seinem außergewöhnlichen Panoramablick vom Aussichtspunkt aus befindet sich die wichtigste romanisierte Festung Galiciens 5. Jh. v. Chr.). Überall auf dem Berg sind Petroglyphen und Felsritzungen zu finden. Auf dem Gipfel steht das Archäologische Museum. Neben O Rosal gibt es eine interessante Anordnung von 60 Wasserfallmühlen. Im Gemeindegebiet sind mehr als 50 Steinkreuze zu finden (16. bis 18. Jh.). www.doriasbaixas.com
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Diese Strecke ist ein perfekter Abschluss dieser aufregenden Reise. Die Unterregion Val Do Salnés, mit ihrem Zentrum Cambados, ist das größte der fünf Untergebiete dieser D.O. Die Landschaft stimmt mit der Öffnung des Tals zum Umia Fluss überein. Wir befinden uns an einem privilegierten Ort für den Weinliebhaber und Reisenden, denn hier gibt es viele Orte zu besichtigen. Das zum Kulturgut erklärte Cambados birgt verschiedene Pazos, die das Dorf zu einem Freiluftmuseum werden lassen. Es ist die Hauptstadt des Albariño - und nicht nur deshalb ist der Parador eine ideale Unterkunft, um die Ría de Arousa und die Rías Baixas kennenzulernen. Ein Besuch im direkt an den Ruinen von Santa Mariña Dozo gelegenen Weinmuseum ist ebenso interessant wie die Besichtigung von Weinkellereien, Weinbergen und Degustationsplätzen. Vorausgesetzt, Sie sind während der ganzen Reise nicht dem Charme von Krustentieren, Muscheln und Kopffüßlern erlegen, ist es an der Zeit, sich mit einem guten Meeresfrüchtemenü in Verbindung mit einem der besten Weißen der Welt zu verwöhnen. Zum Wohl!