Die Route der Weine von Álava, Rioja und Navarra

Traditionelle und avantgardistische Weingüter auf einer Reise durch die Weinberge. Erleben Sie den Wein einer der internationalsten Herkunftsbezeichnungen und entdecken Sie die Weinsorten Navarras

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Der Parador de Argómaniz ist die beste Wahl, um sich in der Nähe von Vitoria zu erholen, aber auch für eine Besichtigung der nur 15 Autominuten entfernten Stadt. Die moderne und zugleich historische Ortschaft besitzt eine prächtige Altstadt, die zur sehenswerten Stadtanlage erklärt wurde. Sie ist in ihrem mittelalterlichen Grundriss unverändert erhalten geblieben und lädt den Besucher zu Getränken und dem Genuss der Tapas ein. Auf einem Spaziergang durch den Grüngürtel des Ortes werden Sie die Spuren der ehemaligen Stadtmauer und die charakteristische Silhouette vorfinden, die aus den vier Türmen der Kirchen San Miguel, San Pedro, San Vicente und der Kathedrale Santa María gebildet wird. Von hier aus bietet sich ein kurzer Ausflug zur Erkundung der Gegend an, durch die die Weinstraße der Rioja Alavesa verläuft. Sie befindet sich am Ufer des Ebro im Schutze der Südhänge der Sierra de Cantabria. Die Region Rioja Alavesa-Laguardia umfasst traditionell mit dem Weinbau verbundene Gemeinden, die noch immer den Charme der mittelalterlichen, zwischen Weinbergen erbauten Dörfer bewahren und ein großes landschaftliches, archäologisches und künstlerisches Vermächtnis besitzen. Renommierte Architekten prägen die neuen Weingüter mit ihren unverwechselbaren Entwürfen. Das ist der Fall von Frank Gehry bei Marqués del Riscal in Elciego, von Santiago Calatrava bei Ysios in Laguardia und von Iñaki Aspiazu bei Bodegas Baigorri in Samaniego. Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe ist das Salzgebiet mit den Salinen im Añana-Tal. Hier wird noch immer Salz gewonnen, wie bereits bei den Römern mithilfe einer spektakulären und uralten Stufenanlage, die sich das Salzwasser der Quellen zunutze macht.
Tag 2
Montag.
Die Stadt Santo Domingo de la Calzada ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um die Rioja Alta mit all ihrem Reichtum und ihrem weltweit berühmten Weinanbaugebiet kennen zu lernen. Es empfiehlt sich ein Besuch im Weinkellerei-Museum von Ontañón (Logroño), der Önologischen Station Haro (Haro), des Museums für Weinkultur in Vivanco (Briones) sowie einiger DOC-Weingüter, die besichtigt werden können sowie der Route „Weinarchitektur“ (Gehry, Calatrava, Moneo, u. a.). In Santo Domingo lassen sich der Torre Exenta, die Kathedrale (Hauptretabel, Mausoleum des Heiligen, Hühnerhaus, Kreuzgang) oder in der Nähe der Stadt San Millán de la Cogolla, das Kloster San Millán de Yuso und das Kloster San Millán de Suso entdecken. Aufgrund seiner Lage direkt am Jakobsweg eignet sich der Parador ideal für den Urlaub in der Natur und für Sportarten wie Golf und Trekking sowie für den Wintersportort Valdezcaray. Die Weine der Region harmonieren perfekt mit der berühmten Gastronomie des Rioja-Gebietes. Sie sollten unbedingt probieren: Kartoffeln auf Rioja-Art, gefüllte Piquillo-Paprika, Kabeljau auf die Art Riojas, Gemüseeintopf aus La Ribera und nicht zu vergessen die mit Rebholz gerillten Lammkoteletts. Hinweis: Der Restaurantservice für Gäste, die Halbpension buchen, wird im nahe gelegenen Parador de Santo Domingo de la Calzada (400 Meter entfernt) angeboten.
Tag 3
Dienstag.
Auf dem Weg nach Olite lohnt sich ein Halt in Logroño, um zumindest einen Wein-Gasto-Spaziergang entlang der legendären Lorbeerstraße zu unternehmen. Bei der Ankunft in Olite zeigt sich am Horizont die Silhouette der Stadt mit der schlanken und harmonischen Festung. Dann spürt man, dass es noch viel zu entdecken gibt. Die Stadt bietet die Möglichkeit, den Palast der Könige von Navarra, das wichtigste Zeugnis der bürgerlichen Gotik in Navarra und eines der bemerkenswertesten Europas sowie die Plaza de Carlos III zu besichtigen. Bei einem Rundgang durch die engen Gassen können Sie im Schutz von edlen Steinhäusern mit Wappen und großen hölzernen Dachvorsprüngen, mittelalterlichen Passagen und prächtigen Kirchen spazieren gehen und die römische Stadtmauer erkunden. Im Museum für Wein und Weinbau Navarras, das sich auf dem gleichen schönen Platz wie der Parador befindet, erfahren Sie mehr über die Welt des Weins. In der Stadt selbst sind die Weinkeller von Piedemonte, Marco Real und Bodega Ochoa besonders interessant. Wichtig ist vor allem, dass Sie bereit sind, zu kosten und zu experimentieren, denn die Weine Navarras sind viel mehr als der beliebte und geschätzte Rosé. Obwohl sie schwer zu kombinieren sind, vergessen Sie nicht, sich eine gute Hommage an die Artischocken und das berühmte Gemüse und die Hülsenfrüchte der Region zu gönnen. Zahlreiche umliegende Dörfer bieten sich für Ausflüge an, zumindest aber müssen Sie nach Ujué fahren, einem schönen mittelalterlichen Dorf mit engen Gassen, die steile Hänge hinaufführen und an der Wallfahrtsfestung der Heiligen von Ujué enden.