Die Route der Weltkulturerbe-Städte

Monumentalität, Geschichte und Kultur bei einem Besuch in drei Städten in der Nähe von Madrid mit herausragendem Kulturerbe: Salamanca, Segovia und Alcalá de Henares

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Wir beginnen in der Gegend der Charras. Salamanca ist eine lebendige Universitätsstadt, voller historischer Gebäude und Plätze. Sie versprüht reiches Erbe und Schönheit. Begeben Sie sich mitten auf die barocke Plaza Mayor (18. Jahrhundert), öffnen Sie die Augen, lassen Sie sich von ihrer Schönheit und Harmonie verzaubern und betreten Sie eines der gemütlichen und charmanten Cafés und Gasthäuser, wie das altbekannte Novelty, auf ein Getränk. Entdecken Sie unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten die Casa de las Conchas (15. Jahrhundert), berühmt für ihre mit hunderten Muscheln verzierte Fassade, die Alte Kathedrale (13. Jahrhundert) und die Neue Kathedrale (16. bis 18. Jahrhundert) und besuchen Sie die Außenterrassen, um zwischen Wasserspeiern und Glocken zu schlendern oder sehen Sie sich die älteste Universität Spaniens (16. Jahrhundert) an, an deren Fassade Sie den berühmten Frosch suchen können, um sich einen Wunsch zu erfüllen. Natürlich sollten Sie nicht abreisen, ohne den Zauber des Gartens von Calixto und Melibea zu verspüren oder die Casa Lis, einen Jugendstile-Palast mit Glasfenstern, zu besichtigen. In Salamanca ist es eine wahre Religion, Tapas essen zu gehen. Deshalb dürfen Sie den Parador nicht verlassen, ohne das Morucha-Rind, den Farinato oder den iberischen Schinken aus Guijuelo gekostet zu haben.
Tag 2
Montag.
Sie müssen vorausplanend sein, da Sie etwa zwei Autostunden brauchen, um die zweite Reiseetappe zu erreichen. Segovia, eine der monumentalsten Städte Spaniens, ist auf Schritt und Tritt eine Überraschung. Das imposante Aquädukt erinnert an die Macht Roms, die Kathedrale, der Alcazar und die mittelalterlichen Stadtmauern - die einzigen, die neben denen von Lugo und Avila noch vollständig erhalten sind - zeugen von einer großartigen Vergangenheit. Die Kirchen San Esteban, San Justo, San Martín und San Millán versetzen den Besucher ins Mittelalter, die Renaissance und den Barock. Um die Stadt zu genießen, muss man durch ihre Straßen schlendern, Tapas essen - wie bereits in Salamanca werden sie auch hier kostenlos angeboten - und ihr mit einem Bohnenteller und einem knusprigen Spanferkel einen herzhaften Tribut zollen. Vergessen Sie nicht, den in Nähe liegenden Königspalast La Granja de San Ildefonso (18. Jahrhundert) mit seinen herrlichen Gärten im Stil von Versailles und dem sommerlichen Wasserspiel in seinen Brunnen sowie den Riofrío-Palast aufzusuchen. Hier sind das Jagdmuseum und Gemälde von Rubens und Velázquez inmitten eines Waldstückes mit Damhirschen und Wildschweinen untergebracht.
Tag 3
Dienstag.
Von Kastilien und ohne Unterbrechung in Madrid erreicht man Alcalá de Henares. Die schöne Heimatstadt von Cervantes mit ihren Straßen, Palästen, Klöstern und Zivilbauten, lädt immer wieder dazu ein, die Universität (1499 wurde von Kardinal Cisneros der erste Ex-Novo Universitätscampus der Welt gegründet) und das Colegio Mayor de San Ildefonso, die Plaza de Cervantes, die Ruinen von Santa María de la Mayor, die Kollegiatsstraßen Santa Úrsula und de Escritorios, die Kathedrale der Heiligen Justo und Pastor, die römischen Mosaiken des Regionalen Archäologischen Museums zu entdecken. Vergessen Sie nicht, einen Spaziergang durch die belebte Calle Mayor, die längste Arkadenstraße Spaniens, zu machen. Hier steht das Geburtshaus des berühmten Autors des Don Quichotte. Genießen Sie die Geschäfte und Tapas-Bars oder besuchen Sie den Corral de Comedias, ein einzigartiges Gebäude, das älteste in Spanien, in dem noch bedeutende Originalbauelemente erhalten sind. Beachten Sie sehr aufmerksam das Veranstaltungsprogramm, denn Alcalá gilt als Stadt der Künste und Geisteswissenschaften und bietet ein großes und umfassendes Freizeitangebot in den Bereichen Kultur und Tourismus - einige Veranstaltungen könnten in die Zeit Ihres Aufenthalts fallen. In der Complutense-Stadt sollte man unbedingt die typischen Gerichte von Kastilien-La Mancha mit Anspielungen auf den Don Quichotte genießen; aber auch hier wird wieder den Tapas gehuldigt. Wenn Sie mit Kindern reisen, empfiehlt sich ein Besuch im Parque Europa in Torrejón de Ardoz. Dort befinden sich Nachbauten von 18 europäischen Sehenswürdigkeiten. Der Eintritt ist kostenlos und der Park liegt nur 14 km vom Parador de Alcalá entfernt. Nachdem Sie das Angebot der Stadt genossen haben, raten wir Ihnen zu einem Ausflug in die Umgebung zu zwei charmanten und historischen Stätten. Diese sind die Ortschaft Chinchón und der von der Unesco zur Welterbe Kulturlandschaft erklärte Real Sitio de Aranjuez.