Die Route des Jakobswegs I

Folgen Sie der kantabrischen Küste von Kantabrien bis nach Santiago an Stränden, Steilküsten, grünen Hügeln und Fischerdörfern entlang.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Auf dem Jakobsweg - auf dem Küstenweg - beginnt die Pilgerreise zum Grab des Apostels auf kantabrischem Boden. Limpias verdankt seine Berühmtheit dem Cristo de la Agonía, der für seine Manifestationen des Lebens in Form von Tränen, Schweiß und Blut bekannt ist. Die Skulptur befindet sich in der Kirche San Pedro. In der Nähe liegen zahlreiche interessante Hafenstädte wie Laredo. Dort befindet sich La Salvé mit einem der längsten und schönsten Strände der Region und die Orte Castro Urdiales und Santoña. Die Gegend eignet sich hervorragend zum Rudern und Kanufahren. Interessant ist auch ein Besuch im Naturpark Cabárceno, ein 750 Hektar großes Gelände - hier leben mehr als hundert Tierarten aus fünf Kontinenten in Halbfreiheit - oder ein Ausflug ins Ansón-Tal. Santander mit seinen Rabas und dem Botín-Zentrum und Bilbao mit seinen berühmten Pintxos (Appetithäppchen) und dem Guggenheim-Museum sind weitere faszinierende Reiseziele, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen sollten. Probieren Sie unbedingt die traditionellen Sardellen in Olivenöl. Sie sind zugleich ein Souvenir, mit dem Sie sicher richtig liegen.
Tag 2
Montag.
Santillana del Mar, eine mittelalterliche Stadt mit gepflasterten Straßen, ist an sich schon ein wahres Vergnügen für den Reisenden. Die Straßen, die Paläste und Herrenhäuser, die romanische Stiftskirche Santa Juliana und Museen, darunter das Museum für religiöse Kunst Regina Coelli warten auf Schritt und Tritt darauf, durch eine Postkarte entdeckt zu werden. Verlassen Sie nicht die Gegend, ohne die Neo-Cueva de Altamira und ihr Museum besucht zu haben. Hier erfahren Sie viel über die Vergangenheit des Menschen. Sie werden von der „Sixtinischen Kapelle der Felskunst“ begeistert sein. Weitere empfehlenswerte Orte sind Comillas, Santander und der Naturpark Cabárceno. Verpassen Sie auf Ihrem Weg nach Asturien keinesfalls die Höhle El Soplao mit ihren einzigartigen Karstformationen und Küstenstädte wie San Vicente de la Barquera.
Tag 3
Dienstag.
Gijón, historisch, kommerziell, industriell - dort, wo das Meer, die sanften Berge und die Stadt zusammenfinden. Diese Verbindung lässt sie zu einer der attraktivsten Städte Nordspaniens werden. Das milde Klima lädt das ganze Jahr über zum Verweilen ein. Der San-Lorenzo-Strand, die Strandpromenade, der Jachthafen, die Semana Negra, das gesellschaftliche Leben und die festliche Atmosphäre laden dazu ein, die Stadt kennen zu lernen. Sie sollten unbedingt durch das Fischerviertel Cimadevilla bummeln und auf den Santa-Catalina-Hügel steigen. Dort steht Chillidas Skulptur „Elogio del Horizonte“ - von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf die kantabrische Küste. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten bietet Gijón ein umfangreiches Museumsnetz und ein vielfältiges kulturelles Angebot: das internationale Filmfestival, die ibero-amerikanische Buchmesse, das Eisenbahnmuseum, das internationale Dudelsackmuseum, das Geburtshaus von Jovellanos, das Museum Nicanor Piñole, den Revillagigedo-Palast sowie die Laboral Ciudad de la Cultura u.v.m. Sollten Sie jetzt noch nicht dem Charme der Stadt erlegen sein, ist es an der Zeit, eine herzhafte Fabada oder andere asturische Spezialitäten wie Cachopo oder den unschlagbaren Arroz con Leche zu probieren. Auf dem Weg nach Galicien lohnt sich ein Abstecher nach Avilés, um das Niemeyer-Museum und typische Fischerdörfer wie Candás, Luanco und Cudillero zu besuchen. Achten Sie auf die majestätischen indianischen Villen, die über das ganze Gebiet verstreut sind!
Tag 4
Mittwoch.
An der Küste entlang, auf dem nördlichen Jakobsweg, dem Camino del Note, erreicht man Ribadeo, eine Seefahrerstadt in Lugo an der Grenze zwischen Galicien und Asturien. Am Ende der Route erwartet den Reisenden die nötige Ruhe, um wunderschöne Orte und viele Strände zu erleben; unter diesen befindet sich auch der Kathedralen-Strand, einer der spektakulärsten der Welt, mit seinen mehr als 32 Meter hohen Klippen, die vom Wind und vom Meer geformt wurden. Die so entstandenen Bögen und Gewölbe wurden zum Naturdenkmal erklärt. Die Ría de Ribadeo gehört zum Biosphärenreservat Eo, Oscos und Tierras de Burón. Es handelt sich dabei um eine natürliche Bucht von großer ökologischer Bedeutung, die auch den Besucher verschiedene Wassersport- und andere Sportarten bietet. Außerdem empfiehlt sich ein Besuch der Festung San Damián, der Puente Do Santos und der nahe gelegenen Stadt Castropol. Hier können Sie Ihren Gaumen mit den großen Kreationen und Erzeugnissen des Nordens mit typischen Gerichten aus der traditionellen galicischen Küche wie Meeresfrüchten, Empanada, Lacón, Caldoso-Reis mit kantabrischem Hummer, Seehecht aus Porto Celeiro oder seinem köstlichen Spanferkel-Filet mit Cebreiro-Käsesoße verwöhnen.
Tage 5 und 6
Donnerstag und Freitag.
Ohne die Küste zu verlassen, erreicht man Ferrol, eine der unbekanntesten Städte Galiciens. Im Zentrum dieser Seefahrer-, Marine- und Militärstadt, im typischen Stadtteil La Magdalena, dem Herzstück von Ferrol, erwartet Sie neben dem Rathaus und anderen wichtigen Jugendstilgebäuden auch der Parador, ein stattliches Herrenhaus mit Seefahrerflair. Das Hotel ist eine typische galicische Villa mit weißen verglasten Veranden, inmitten einer wunderschönen maritimen Umgebung. Ein unterhaltsames Programm besteht in einem Spaziergang durch das ehemalige Seefahrerviertel neben dem Jachthafen. Legen Sie kleine Pausen für Tapas oder eine Bootsfahrt durch die Flussmündung ein. Wir empfehlen einen Rundgang durch die Straßen des Canido-Vierels, das sich aufgrund der Initiative, Hoffräulein auf die Fassaden zu malen, in ein internationales Straßenkunstzentrum verwandelte, mit einem Festival, das seit 2008 immer am ersten Septemberwochenende stattfindet. Etwas mehr als zwanzig Autominuten entfernt, in der Gemeinde Mugardos, können Sie eine weitere schöne Militärfestung in der Mündung von Ferrol, die Burg San Felipe, besichtigen. Nutzen Sie die Gelegenheit und probieren Sie den bekannten und besonderen Pulpo. Die Region ist auch reich an landschaftlichen Reizen - zahlreiche Strände am Atlantischen Ozean, spektakuläre Kaps und natürliche Aussichtspunkte und Naturparks wie Fragas do Eume. Weitere nahe gelegene Dörfer, die einen Besuch lohnen, sind Cedeira, Ortigueira und Cariño im Norden sowie Pontedeume und Betanzos im Süden. Die Stadt A Coruña gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm.
Tag 7
Samstag.
Die Pilgerreise hat ihren Höhepunkt in Santiago, am Grab des Apostels. Als Weltkulturerbestadt bietet sie dem Reisenden unzählige interessante Plätze. Dazu gehören der Obradoiro-Platz mit seiner schönen Kathedrale, die Plaza de la Universidad - das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und Kreuzgang und Bibliothek scheinen aus Harry Potter zu stammen - die lebhaften Straßen des Ortes, Paläste und Kirchen und kulturelle Referenzen wie das Kathedralenmuseum, das Museum Pobo Galego und das galicische Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Stadt verführt sowohl an sonnigen Tagen als auch an nostalgischen und verzauberten Regentagen. Der Parador, eines der luxuriösesten und schönsten des Unternehmens, ist auch als Hostal dos Reis Católicos bekannt. Er besitzt eine Mischung aus Geschichte, Kunst und Tradition und steht direkt an der Plaza do Obradoiro. Hier zu logieren bedeutet, an einem einzigartigen und exklusiven Ort zu verweilen. Er wurde 1499 als Hospital Real zur Unterbringung von Jakobspilgern gegründet und gilt als das älteste Hotel der Welt. Wenn Sie Zeit erübrigen können, lernen Sie die galicischen Flussmündungen kennen - die Rías Baixas von Muros bis Vigo und Baiona mit dem Naturpark Illas Atlánticas, die Rías Altas von A Coruña bis Barqueiro, die Todesküste, A Costa da Morte, von Carnota bis Malpica und das Seegebiet vor Lugo. Sie sollten Santiago nicht verlassen, ohne Meeresfrüchte gekostet zu haben und - auch wenn Sie nicht zu den Naschkatzen gehören - die Santiagotorte, die man unbedingt probieren sollte.