Die Route des Maestrazgos

Lassen Sie sich vom Charme dieser rauen Region Castellóns und Teruels, die im Mittelalter von Militärorden geprägt wurde, überraschen.

Tage 1 und 2
Sonntag und Montag.
Die Landschaft des Maestrazgo besitzt eine strahlende Küste, vor der Berge und Gebirgszüge verschwinden und die das im Hinterland gelegene Maestrazgo umschließt. An der Costa del Azahar bietet sich Benicarló als guter Ausgangspunkt zum Erkunden dieser angenehmen Küste mit Orten wie Peñíscola an. Dort beherrscht die legendäre Festung der Tempelritter von Papst Luna, die über dem Meer zu schweben scheint, die Stadt. Im Landesinneren erwartet uns die Gegend von Els Ports-Maestrat, deren Hauptstadt die hübsche Stadt Morella ist, eine der schönsten Städte Spaniens mit ihrer jahrhundertealten Stadtmauer. Diese findet ihren krönenden Abschluss mit der robusten, mehr als tausend Meter hohen Burg. Benicarló mit seiner mittelalterlichen Altstadt voller Herrenhäuser ist eine dynamische Stadt. In der Wassersportstation in Benicarló-Peñíscola lässt sich Aktivtourismus betreiben oder in den Sommernächten ausgehen.
Tag 3
Dienstag.
Etwa fünfzig Kilometer entfernt, jedoch in der Provinz Tarragona, wartet Tortosa auf einen Besuch. Die Stadt liegt in der Gegend, die den letzten Abschnitt des Ebro bis zu seiner Mündung begleitet. Dort öffnet er sich in das weite Ebrodelta. Es ist ein Naturpark mit einer herrlichen und einzigartigen Landschaft, eines der wichtigsten Feuchtgebiete des westlichen Mittelmeers, umgeben von Reisfeldern und Sümpfen. Im Landesinneren erstrecken sich die Gebirgslandschaft Els Ports, ebenfalls ein Naturpark, sowie die Gebirgszüge Pàndols und Cavalls - Zeugen der letzten großen Schlacht im spanischen Bürgerkrieg. Tortosa, mit einer langen Geschichte, liegt direkt am Fluss; um ihn zu genießen, gibt es nichts Besseres, als auf der symbolträchtigen Laúd Lo Sirgador zu segeln, einer Nachbildung der alten Boote. Die Stadt besitzt ein reiches Kulturerbe, angefangen mit dem Gebäude, in dem sich der Parador befindet. Er steht auf einem Hügel, in der arabischen Anlage La Suda. Aus der Gotik stammen der Bischofspalast, der Palast Despuig, die Villa des Marquis von Bellet, der Palast Oliver de Boteller, das Kloster, die Kirche und der Kreuzgang von Santa Clara, das Portal Romeu und die Markthalle. Der Renaissance sind die Reales Colegios, die Kirche Sant Domènec und der Palast von Capmany i Vallcabra zuzuordnen. Auch gibt es einige bemerkenswerte Jugendstilgebäude, wie den Markt, den Stadtpark, das städtische Schlachthaus und die Grego-Häuser. Bei einem Besuch auf dem lebhaften Lebensmittelmarkt können Sie auch die Erzeugnisse und die kräftige Gastronomie der Ebro-Region probieren. Aufgrund ihrer Nähe zum reichhaltigen Obstanbaugebiet und durch den Fischfang umfasst das Angebot sowohl Meer als auch Gebirge. Als Kuriosum besteht die Möglichkeit, eine Route zu den Muschelzuchtstätten von San Carles de la Rápita zu machen. Dort werden neben Muscheln auch Austern gezüchtet, die vor Ort verkostet werden können.
Tage 4 und 5
Mittwoch und Donnerstag.
Auf dem Weg ins Landesinnere erreicht man die Region Bajo Aragón. Die Befehlshaber des Ritterordens von Calatrava lebten mehrere Jahrhunderte lang im Burgkonvent von Alcañiz, in dem heute der Parador auf einem Hügel über der Stadt untergebracht ist. Besonders bemerkenswert ist der Burgfried ( 12. Jh.) mit seinen gotischen Wandgemälden aus dem 14. Jh., die mittelalterlichen Gänge, die sehenswerte Anlage der Plaza de España, die aus Rathaus ( 16. Jh.), der gotischen Markthalle ( 14. Jh.) und der Kirche Santa María la Mayor ( 18. Jh.) besteht. Die Stadt Teruel ist ein guter Ausgangspunkt, um die „Comarca del Matarranya“ mit ihren mittelalterlichen Dörfern Valderrobres, Calaceite und dem Naturpark Parrisal in Beceite sowie das nahe gelegene Maestrazgo mit dem Hochgebirge und den schönen Ortschaften Mosqueruela, La Iglesuela del Cid, Cantavieja und Mirambel aufzusuchen. Der Maestrazgo Teruels besteht aus vielen abwechslungsreichen Landschaften, die durch den Fluss Guadalope und seine Nebenflüsse mit Bergen, Schluchten, fruchtbare Ebenen, Mooren und üppigen Wäldern geprägt sind. Die Rennstrecke MotorLand Aragon bietet einen Sportbereich, in dem Autocross, Karting und Motocross stattfinden. Ferner werden dort Veranstaltungen wie der Große Preis von Aragon Moto GP Grand Prix ausgetragen. Die Stadt Alcañiz ist aber vor allem für ihre Karwoche bekannt, die zum „Internationalen touristischen Interesse" erklärt wurde. Sie befindet sich innerhalb der Route der Trommeln des Bajo Aragon - ein klangvolles Erzeugnis des völkerkundlichen und kulturellen Tourismus. Verlassen Sie die Gegend nicht, ohne den exquisiten Schinken der Gegend, schwarze Trüffel, das Olivenöl aus Bajo Aragón, den Safran aus Jiloca, den Pfirsich aus Calanda und die traditionellen Süßwaren gekostet hat.
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Das Ende der Reise ist Teruel, ein einzigartiger Ort, in dem man durch die Straßen bummeln, an den Mauern entlanggehen und seine Baudenkmäler betreten kann. Der Besucher fühlt sich wie auf einer Reise durch das Mittelalter. Teruel erzählt vom Mudéjar, einem wunderschönen kulturellen und historischen Vermächtnis, das über die Jahrhunderte hinweg erhalten blieb und auch von den Liebenden von Teruel, deren Mausoleum Sie besichtigen sollten, da ihre Geschichte zu einem vielfältigen und romantischen Fest führte. Der von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Mudéjarstil Teruels zeugt von der islamischen Tradition Aragoniens, wobei der Kathedralturm sowie die Türme von San Pedro, San Martín, San Salvador und von La Merced besonders herausragen. Versäumen Sie nicht die schöne Decke der Seo, die von großer Pracht und Harmonie zeugt. Aber die Architektur von Teruel führt weit über den Mudéjar hinaus und auch das Ensemble an Art-Déco-Gebäuden ist besonders bemerkenswert. Insbesondere wenn Sie mit Kindern reisen oder ein Fan von Jurassic Park sind, dürfen Sie sich Dinópolis, einen Dinosaurier-Themenpark, nicht entgehen lassen. Und Sie werden kein besseres Geschenk finden als den Schinken aus Teruel, der als erster in Spanien eine Herkunftsbezeichnung besaß. Sie werden es nicht bereuen, wenn Sie sich in das 37 Kilometer entfernte Albarracín begeben, eines der schönsten Dörfer Spaniens An diesem einzigartiger Ort, in dem man durch die Straßen bummeln, an den Mauern entlanggehen und seine Baudenkmäler betreten kann, fühlt sich der Besucher wie auf einer Reise durch das Mittelalter. Achten Sie auf die originalen schmiedeeisernen Türklopfer!