Die Route des portugiesischen Jakobswegs

An der galicischen Westküste bis Santiago, an Steilküsten, Bergen und Flussmündungen entlang, mit Aufenthalten in Baiona und Pontevedra.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Die Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe und vom Europarat zum europäischen Kulturweg erklärt wurde, bis zum Grab des Apostels beginnt im Süden der Rías Baixas, in der historischen Ortschaft Baiona. Von hier aus ging mit der Ankunft der Karavelle La Pinta am 1. März 1493 die Entdeckung Amerikas um die damalige Welt. Die vor dem offenen Meer geschützte Halbinsel Monterreal liegt in einer hübschen Bucht, in deren mauernbewehrter Festung der Parador seine Gäste empfängt. Ein Paradies, in dem sie Fischgerichte und Meeresfrüchte kosten können. Jeden Abend genießen die Gäste einen traumhaften Sonnenuntergang mit der Inselgruppe der Cíes in der Ferne, die den Besucher an ihren Stränden und Dünen, in den Tauchgründen und auf unberührten Wegen willkommen heißen. Innerhalb der Mauern befindet sich der Jachtclub von Baiona, der Segeln und andere Wassersportarten anbietet. Sie sollten Baiona keinesfalls verlassen ohne einen Ausflug auf den Monte do Boi und in das Gebirge Serra da Groba unternommen zu haben, von der aus die Flussmündung der Rías Baixas wie ein schlichtes und farbenfrohes Aquarellbild erscheint, ohne einen Sonnenuntergang am Kap Silleiro gesehen, ohne den Aussichtspunkt Virgen da Roca aufgesucht und ohne die prächtige Altstadt und die Strandpromenade besucht zu haben.
Tag 2
Montag.
Durch Flussmündungen - auf dem Weg empfiehlt sich auch ein Abstecher nach Vigo für einen Bummel durch die Altstadt und um einige Austern auf dem A-Pedra-Markt zu kosten - gelangt man schließlich nach Pontevedra, in deren eleganter und gepflegter Altstadt der Renaissancepalast steht, in dem der Parador untergebracht ist. Sehenswert sind die Basilika Santa María la Mayor, ein Schmuckstück aus der Gotik sowie die Kirche Virgen Peregrina, deren Grundriss die Form einer Jakobsmuschel besitzt. Auch das Museum von Pontevedra, dessen Ausstellungsgegenstände in fünf edlen Gebäuden untergebracht sind, lohnt einen Besuch. Wenige Kilometer vor der Stadt öffnen sich die Rías Baixas zum Atlantik. Dort lassen sich fantastische Sonnenuntergänge auf der La-Toja-Insel, die Stadtstrände, darunter Silgar in Sanxenxo, und kilometerlange goldgelbe Sandstränden wie A Lanzada genießen. Die nahe gelegenen Ortschaften El Grove und Combarro mit ihren jahrhundertealten pittoresken Getreidespeichern lohnen ebenfalls einen Besuch. Im Februar und im März ist die Kamelienroute durch die einzelnen Klöster und Herrensitze der Gegend vorgesehen.
Tag 3
Dienstag.
Santiago, der Abschluss des Pilgerwegs, ist Weltkulturerbe und bietet dem Reisenden eines der luxuriöseren und schönsten Hotels von Paradores - den Parador de Santiago, auch bekannt als Hostal dos Reis Católicos. Die Stadt des Apostels verführt mit ihrer Plaza del Obradoiro, an dem die wunderschöne Kathedrale steht, mit der Plaza de la Universidad, ihren belebten Straßen und Märkten, Palästen und Museumskirchen, darunter die Kathedrale selbst, das Museum Pobo Galego und das galicische Zentrum für zeitgenössische Kunst. Kosten Sie unbedingt die Santiagotorte und die kleinen Paprika aus Padrón. Selbstverständlich dürfen Sie sich auch die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die besonders wertvollen galicischen Weine zu probieren.