Die Route des Vermächtnisses von Al Andalus I

Tauchen Sie ein in Andalusien und seine Kulturen und spüren Sie den Zauber von der Küste Málagas bis in das Córdoba der Kalifen.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Fühlen Sie den jahrhundertelangen arabischen Einfluss, der tiefe Spuren in der weiten Gegend hinterließ, die im Mittelalter als Al-Andalus bezeichnet wurde. Die Reise beginnt an der Mittelmeerküste. Málaga war einst arabisch und seine Alcazaba ist ein schönes Beispiel für dieses Vermächtnis. Im einstigen Palast der Nasriden-Könige ist heute das archäologische Provinzmuseum untergebracht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, das Kathedralenmuseum und das Heiligtum der Muttergottes de la Victoria. Interessant ist ein Besuch im Museum der Schönen Künste und im Geburtshaus und Museum von Picasso. Dort werden Sie mehr als 230 Werke des Malers vorfinden. Die Hauptstadt Málaga eignet sich hervorragend, um Sport zu treiben - nutzen Sie die Gelegenheit, im benachbarten Parador de Málaga, auf seinem berühmten Platz zu spielen. Die Sonne, die weißen Sandstrände und das Nachtleben in den Küstenorten laden dazu ein. Es gibt nur wenige Genüsse wie die köstlichen Fischspieße vom Grill.
Tag 2
Montag.
Wir begeben uns in das Landesinnere von Málaga. Das romantische Ronda, die Wiege der Stierkampfdynastien und der Banditen, erwartet Sie hier. Ein Ort außerordentlicher Schönheit. In jeder seiner Straßen spürt man das arabische Vermächtnis, denn das frühere Izn-Rand Onda, was soviel wie die „Stadt der Burg“ bedeutet, war eine der Hauptstädte des muslimischen Spaniens. Geblieben sind Baudenkmäler wie die Arabischen Bäder, die Alte Brücke, das Haus des Riesen und das Mondragon-Haus. Aber es existiert auch eine Ronda mit Orten wie der Stierkampfarena der Real Maestranza, eine der ältesten und monumentalsten in Spanien. Hier findet jährlich der Goyaeskische Stierkampf statt. Weiter gibt es die imposante Neue Brücke, die in einer beeindruckenden Umgebung gebaut wurde, um eine 120 Meter tiefe Schlucht zu überwinden. Direkt daneben befindet sich der Parador und bietet eine einzigartige Aussicht auf den Tajo. Die Landschaft um Ronda steht der Stadt in nichts nach. Rund um den Ort erstrecken sich die Naturparks Sierra de la Grazalema, Sierra de las Nieves und Los Alcornocales. Einen Platz auf der Tagesordnung verdient auch Reservatauro, ein Themenpark der mediterranen Weiden, des Kampfstiers und des reinrassigen spanischen Pferdes, der weltweit einzigartig ist. Ferner werden Sie herausfinden, wie Olivenöl in einer traditionellen Ölpresse gewonnen wird oder eines der mehr als 20 Weingüter mit der D.O. Sierras de Málaga/Serranía de Ronda besuchen.
Tage 3 und 4
Dienstag und Mittwoch.
Der nächste Halt lautet Antequera. Aufgrund seiner günstigen geographischen Lage zogen verschiedene Zivilisationen durch Antequera und hinterließen ein interessantes kulturelles Erbe. Eines der wichtigsten Zeugnisse ist die Dolmenanlage Menga, de Viera y el Romeral aus der Bronzezeit. Ein Rundgang durch die Altstadt Antequeras kommt einer Reise in die Vergangenheit gleich. Besonders interessant ist der Besuch der Kirchen San Juan Bautista und San Sebastián sowie der Alcazaba. Bemerkenswert sind auch der kleine Tempel des Schlosses Papabellotas und die Herrenhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie alle zeichnen sich durch den beeindruckenden spanischen Barockstil aus. In der Stadtmitte Antequeras lässt sich die Königliche Stiftskirche San Sebastian aus dem 16. Jahrhundert besichtigen. Besichtigen Sie unbedingt das Kloster Encarnación und anschließend die Plaza del Coso Viejo, eine schöne Stierkampfarena in der Nähe des Klosters. Für eine Stärkung auf dieser Reise empfehlen wir Ihnen, eine der lokalen Spezialitäten zu probieren, die Porra antequerana, eine kalte und dicke Tomatencremesuppe, die direkt mit dem Gazpacho verwandt ist. Ein wenig mehr als 30 Kilometer nördlich der Provinz, im Naturpark Los Ardales, befindet sich der beeindruckende Wanderweg Caminito del Rey, ein Klettersteig, der früher als einer der gefährlichsten der Welt galt, heute aber absolut sicher zu begehen ist. Achten Sie auf den herrlichen Blick über die Schlucht von El Chorro, in der der Guadalhorce-Fluss in mehr als 100 Metern Höhe fließt. Ein weiterer wichtiger, lediglich eine gute halbe Stunde entfernt liegender Programmpunkt ist die einzigartige Karstlandschaft von El Torcal mit ihren erstaunlichen Felsformationen, Abgründen und Höhlen.
Tag 5
Donnerstag.
Ein gutes Zeugnis der Spuren der Araber findet sich in der sevillanischen Stadt Carmona. In der fruchtbaren Ebene des Corbones Flusses liegt eine Stadt, die sich durch ihre Monumentalität und durch die Hinterlassenschaften der verschiedenen, einst hier siedelnden Kulturen auszeichnet. Kirchen, Paläste und Mauern sind Teil des bedeutenden Kulturerbes seiner Altstadt, die vom imposanten Bild der einstigen arabischen Festung , dem Alcázar del Rey Don Pedro, beherrscht wird. Ein Besuch der Puerta de Sevilla, der römischen Nekropole, Zeugnis einer glanzvollen Vergangenheit, des Mudéjar-Viertels San Felipe, des Judenviertels und des Stadtmuseums, das eine Reise durch die Geschichte ermöglicht, gehören zum Pflichtprogramm. Die Lage des Ortes, eine halbe Autostunde von Sevilla entfernt, ermöglicht es den Besuchern, das enorme monumentale und künstlerische Erbe der Hauptstadt Sevilla zu genießen, wie zum Beispiel den Real Alcázar, dessen Bau von Abd al-Rhaman III. im Jahr 913 aufgenommen wurde. Sehenswert sind auch die Kathedrale, die Giralda, der Torre del Oro, sowie die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, die die Hauptstadt Sevilla zu bieten hat. Festlichkeiten, die Licht und Glanz ausstrahlen, in der Religion und Vergnügen mit besonderer Leidenschaft gelebt werden, sind die Osterwoche und die Feria de Abril. Sie werden sich noch lange an die köstlichen Tapas im Sonnenschein in einem Straßencafé und an die zauberhaften Plätze erinnern. Aufgepasst Feinschmecker! Auch die Desserts zeigen den arabischen Einfluss, und das Gebäck verweist auf eine lange Klostertradition. Besondere Spezialitäten sind die Torta inglesa, die Ölbrötchen, Milchreis, der in süßem Wein und Honig getränkte Arme Ritter, die hausgemachten Polvorones, die Mandeltörtchen sowie der schmackhafte Kastanieneintopf mit Zimt. Einfach unwiderstehlich!
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Auf dem Weg nach Córdoba trifft man auf halber Strecke auf Ecija im Genil-Tal, das als eines der bedeutendsten Kunstzentren Andalusiens gilt und dessen herrschaftliche Vergangenheit eine Stadt hinterließ, die von ihren großen barocken Türmen und Kuppeln geprägt ist. Weiter geht es auf dem Weg zum Reiseziel: Córdoba, die legendäre Stadt der Kalifen, der wahr gewordene Traum von Abd-al Rahman I., die Hauptstadt des Kalifats der Umayyaden und Zentrum des abendländischen Wissens zur damaligen Zeit. Die zum Weltkulturerbe gehörende Moschee mit ihrer kolossalen Gebetshalle mit knapp tausend Säulen, die durch Hufeisenbögen verbunden sind, stellt das bedeutendste Monument des gesamten islamischen Abendlandes dar und gilt weltweit als eines der erstaunlichsten Bauwerke. Bemerkenswert sind auch die Synagoge, die Stadtmauer, die römische Brücke, die königlichen Stallungen sowie die vielen interessanten Museen, darunter das Julio Romero de Torres, das archäologische, das Stierkampf- und das Museum der Schönen Künste. Es lohnt sich, einen Blick in die schönen Winkel einer der komplexesten und reichsten Städte der Region zu werfen. Sie werden charmante Plätze voller Sinnlichkeit vorfinden und sich von den typischen Innenhöfen mit ihrer farbenfrohen Pflanzenpracht überraschen lassen. Sie sollten nicht versäumen, das acht Kilometer von Córdoba entfernte märchenhafte und geheimnisvolle Städtchen zu besuchen, das Abd-al Rahman III. am Fuße der Sierra Morena errichten ließ, die schöne Medina Azahara, die einen besonderen legendären Namen und Geschichte besitzt. Vergessen Sie nicht, sich mit einem Salmorejo auf die Art Cordobas und einem köstlichen Ochsenschwanz-Eintopf zu verwöhnen. Bemerkenswert sind auch die Synagoge, die Stadtmauer, die römische Brücke, die königlichen Stallungen sowie die vielen interessanten Museen, darunter das Julio Romero de Torres, das archäologische, das Stierkampf- und das Museum der Schönen Künste. Ein Spaziergang durch die wunderschönen Winkel Córdobas ist ein Genuss für die Sinne. Die Stadt zeigt eine der vielfältigsten und reichsten urbanen Anlagen auf dieser Rundreise mit Plätzen voller Charme und Sinnesfreuden.