Die Route zu den andalusischen Hinterlassenschaften I

Tauchen Sie in die Geschichte und Kultur von Al-Ándalus ein. Diese Route ist eine Einladung, um Kunsthandwerk, Gastronomie, Volksfeste und die Bräuche der Städte und Dörfer, die in enger Verbindung zur andalusischen Kultur stehen, zu genießen.

Tag 1
Abreisetag. Sonntag.
Málaga liegt am Beginn dieser Reise durch die andalusischen Hinterlassenschaften und seine Alcazaba ist ein wunderschönes Beispiel für dieses Erbe. Sie war einst der Palast der Nazaridenkönige und mit ihrem Bau wurde im 11. Jahrhundert begonnen. Heute ist in diesem arabischen Palast das archäologische Provinzmuseum untergebracht, in dem sich interessante Fundstücke aus der Altsteinzeit und anderer ehemaliger Mittelmeerkulturen befinden.

In den wunderschönen Gartenanlagen voller Quellen und Wasserbecken erlebt man einen ganz besonderen Frieden. Nach Abschluss eines Rundgangs durch die Alcazaba, bietet sich ein Besuch der Ruinen des römischen Theaters an. Ganz in der Nähe liegt das Schloss Gibralfaro, wahrscheinlich ein phönizischer Palast, auf dessen Überreste auf Geheiß von Yasuf I., dem Kalifen Granadas, im 14.

Jahrhundert die heutige Festung erbaut wurde. Sie besitzt zwei Türme, die durch einen Gang mit der Alcazaba verbunden sind. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, das Kathedralenmuseum sowie das Santuario de la Virgen de la Victoria. Auch ein Besuch im Museum für schöne Künste und im kürzlich eröffneten Picasso Museum lohnt sich unbedingt.
Tag 2
Montag.
Die in jeder Hinsicht schwindelerregende Stadt wurde von den Kelten, den Römern und den Muslimen erobert. Aus dieser Epoche stammen auch das wunderbare arabische Bad, in der Calle San Miguel, sowie Überreste der Puerta de los Molinos, in der Kirche Santa María la Mayor, das Minarett von San Sebastián sowie die Casa del Gigante.

In Ronda gibt es daneben aber auch eine wunderschöne Stierkampfarena, die als eine der schönsten der Welt gilt. Zwischen Ronda und Arcos lieg der Ring der so genannten weißen Dörfer, die von den Almoraviden auf ihrem Eroberungszug nach Granada eingenommen wurden.
Tage 3 und 4
Dienstag und Mittwoch.
Aufgrund seiner außerordentlich günstigen geographischen Lage siedelten in Antequera verschiedene Kulturen, die der Stadt ein interessantes kulturelles Erbe hinterließen. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Dolmenanlage von Menga, Viera und Romeral, die aus der Bronzezeit stammt. Ein Spaziergang durch die Altstadt von Antequera kommt einer Zeitreise gleich. Interessant ist eine Besichtigung der Kirchen San Juan Bautista und San Sebastián, unter anderen, und der Alcazaba. Sehenswert ist ebenfalls der kleine Tempel des Castillo del Papabellotas sowie die Paläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie alle zeichnen sich durch einen markanten spanischen Barock aus. Im Stadtzentrum von Antequera steht die aus dem 16. Jahrhundert stammende Stiftskirche Real Colegiata de San Sebastián. Eine Besichtigung des Klosters Encarnación und im Anschluss der Plaza del Coso Viejo, einem hübschen Stierkampfplatz in der Nähe des Klosters, sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Überraschungen, die sich in Antequera entdecken lassen.
Tag 5
Donnerstag.
Das oberhalb der Flussauen des Flusses Corbones liegende Carmona ist eine Stadt, die durch ihre Sehenswürdigkeit hervorsticht und durch die Spuren, die die verschiedenen Zivilisationen im Laufe der Geschichte hier hinterließen. Kirchen, Paläste und Stadtmauern bilden beeindruckende Kunstschätze, die alle in der Altstadt stehen. Die Stadt wird beherrscht von der beeindruckenden arabischen Festung, dem Alcázar del Rey Don Pedro.

Die Lage des Ortes, nur wenige Kilometer von Sevilla (Ishbilya) entfernt, ermöglicht es, die zahlreichen sehenswerten Kulturgütern dieser Stadt wie den Real Alcázar, mit dessen Bau Abed al-Rhaman III. im Jahr 913 begann, zu genießen. Interessant sind ebenfalls die Kathedrale, die Giralda, der Torre del Oro sowie die umfangreichen Freizeitmöglichkeiten, die die Provinzhauptstadt Sevilla bietet.
Tage 6 und 7
Freitag und Samstag.
Córdoba ist ein Wirklichkeit gewordener Traum der Kalifen, die Hauptstadt des Kalifats der Omaijaden und Wissenschaftszentrum des islamischen Westens zu dieser Zeit. In der Stadt selbst und in der Umgebung lässt sich die Pracht dieser Kultur an Sehenswürdigkeiten und Orten wie der Moschee-Kathedrale, sowie der Medina Azahara entdecken.

Besonders sehenswert sind auch die Synagoge, die Stadtmauer, die römische Brücke, die königlichen Pferdeställe sowie die verschiedenen Museen, das Julio-Romero-de-Torres-Museum, das archäologische Museum, das Stierkampfmuseum sowie das Museum der Schönen Künste. Ein Stadtbummel durch die verwunschenen Winkel dieses Ortes ist ein Genuss für alle Sinne. Die Stadt bietet eine der komplexesten und reichsten Stadtanlagen auf dieser Reiseroute mit Plätzen voller Zauber und Sinnlichkeit.